Jorge Aquista

„Realität ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört, daran zu glauben.“ —  Philip K. Dick

„Meine Kunst ist, was Du fühlst, in Bewegung zu bringen!”

Als Kind war ich begeistert von Jesus. Er war mein Superheld und ich wollte so sein wie er: Über das Wasser laufen…, Menschen heilen… und solche Sachen.
Später mit 12 wollte ich Lehrer sein. Ich fand die Vorstellung cool, vor den Menschen zu stehen und mein Wissen auszubreiten.
Mit 14 lernte ich die Schauspielerei kennen. Für mich war das die Zusammenfassung von Jesus- und Lehrer sein und noch viel mehr. Denn dort durfte ich auch der Teufel sein.
Ich nahm also Schauspielunterricht, schrieb mit 17 mein erstes Theaterstück und führte meine erste Regie.
Es gab keine Pubertät im Sinne von „Schauen wir mal, was aus mir werden wird…“ Diese Phase blieb gänzlich übersprungen, denn ich wusste es ganz genau.
So begann ich schon sehr früh, meinen Lehrern über die Schultern zu schauen und bei ihrem Unterricht zu assistieren. Ich saugte alles wie ein Schwamm auf und durfte dann schnell selbst Gruppen leiten. Mit Anfang 20 begann ich schließlich zu unterrichten. Erst in Argentinien und dann auch in Europa.
Damit war die Grundlage gelegt: Ich bin Schauspieler, Dozent und Regisseur geworden.

Im Laufe der Jahre habe ich in mein Wissen über den Menschen in seinem Bedürfnis, sich in seinem Körperausdruck zu entfalten, erweitern und festigen können. In meiner Arbeit möchte ich Menschen stärken, damit sie alle Arten von „Bühnen“ betreten können.
Ich suchte mehr und mehr den direkten Zugang zum Publikum. Ich wollte die Leute integrieren und sie am Geschehen teilhaben lassen. Damals war das eine allgemeine Tendenz im Theater, gerade unter dem Einfluß von Jerzy Grotowski und anderen.
Aber irgendwann merkte ich, dass es mir nicht reichte, nur während einer Theatervorstellung im Kontakt mit dem Publikum zu sein. Ich wollte mehr Zeit haben, über einen Theaterabend hinaus. So wurden es zunehmend Seminare und Workshops, die mir die Möglichkeit gaben, längere Gestaltungsprozesse im direkten Austausch mit  Menschen zu haben.

In den 90er Jahren begann ich schließlich per Zufall mit Einzelunterricht. Daraus hat sich im Laufe der Jahrzehnte das entwickelt, was heute als Coaching kommuniziert wird. Mein Schwerpunkt ist dabei, Menschen zu begleiten, die Grundfragen durch ihre Intuition, ihren Körper und  ihre Energie untersuchen wollen. Menschen, die nicht primär eine Therapie suchen, sondern vielmehr einen kreativen Raum, um mehr Optionen für wichtige Fragen zu finden.
Etwas von diesem kindlichen Wunsch “gehört und gesehen” zu werden und etwas ganz Tiefes aus mir weiter geben zu wollen, ist nach wie vor da. Natürlich ist dieser ursprüngliche Wunsch mittlerweile durch den “Windkanal” der Jahre etwas stilisiert worden, aber dennoch ist er noch da und ist zugleich meine Antwort darauf, wofür ich auf dieser Welt bin: Anderen zu geben, was ich selbst damals brauchte. Impulse und Unterstützung zum wachsen weiterzugeben, sind meine leitenden Kräfte. Immer noch. 

Weisst du, wofür du auf dieser Welt bist? Wenn dir die Antwort nicht eindeutig ist, hätten wir die erste wichtige Frage an der wir in ein paar Sessions arbeiten können.
Ich danke dir für deine Achtsamkeit diesen Text zu lesen. Wenn du noch etwas von mir wissen möchtest, kontaktiere mich.